Hamburg, deine Perlen
HSV-Deerns obenauf !

Mit vollem Teamgeist geht es in die aktuelle Saison !
Woher kommt die Extra-Portion Selbstbewusstsein
und Miteinander ? Aus dem

HOCHSEILGARTEN 
HANERAU-HADEMARSCHEN
 

hsghh

Zur Nachahmung unbedingt empfohlen, wie der
Bericht vom Trainingslager in Albersdorf zeigt...

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Sa., 05. März 2011
37. Heideteller
Kaltenmoor-Hallen, Lüneburg


Kennt jemand diesen grauen Kasten ?  Direkt  neben der Leitplanke, kaum zu erkennen hinter dem Verkehrsschild kurz vor der Ausfahrt zur B209 ?   
Die Radarfalle an der B4 in Lüneburg.
Der Chronist kennt sie jetzt auch…
Aber sie war heute morgen ausser Betrieb und das werten wir mal  als gutes Omen für den dritten Anlauf der HSV-Deerns beim Heideteller.  

 

Und DEN kennt nun wirklich fast jeder:  Eine Institution im norddeutschen Fussball-Terminkalender, beendet das Hallenturnier in den Lüneburger  Kaltenmoor-Hallen doch jedes Jahr die Drinnen-Saison.
Auch wenn diesmal die Teilnehmerzahl nicht an die 21 Teams des Vorjahres heran reicht, kann man von der eigenen Erschöpfung nach dem 8-Stunden-Auftritt (als Zuschauer !) ein bisschen erahnen, wie es den Organisatoren um Veranstalter Jürgen Edel ergehen muss, die sich diesen „Spass“ an vier aufeinander folgenden Wochenenden antun, um sämtliche Wettkämpfe der G-Junioren bis zu den C-Mädchen über die Bühne zu kriegen.
In diesem Jahr sind „nur“ vierzehn Mannschaften am Start, die in zwei Gruppen parallel die Teilnehmer an der Hauptrunde ermitteln.  Jeweils vier Teams kommen weiter und spielen dann die Finalisten aus.
Es wird geht also um die Wurst, äh um die Heideteller-Wandertrophäe und einen Mannschaftspokal sowie Medaillen für alle Teilnehmer.  Sportlich interessant ist dabei wie immer die Begegnung mit überregionalen Mannschaften aus Niedersachsen und Berlin, hat man so doch einmal die Möglichkeit, seine eigenen Leistungen abseits des Hamburger Dunstkreises zu vergleichen. Nicht immer geht das positiv aus, wie auch die Auswahlergebnisse der Verbandsturniere zeigen…

Schon zweimal waren die Deerns dabei, nach 2009 (5.Platz bei den E-Mädchen) und 2010 (Dritte) könnte dem Gesetz der kontinuierlichen Steigerung folgend heute  sogar  etwas mehr drin sein …
Trotz Beginn der Hamburger Schulferien sind fast alle Deerns an Bord, in Gruppe A treten Svea,
  Laura, Anna-Lena, Henna, Lisa, Selina, Wiona, Emma, Maya und Feli gegen sechs andere Teams an:

Hamburger SV
  :   TuS Harsefeld   5:0
Das Turnier beginnt mit einer ziemlich müden Vorstellung der Gastgeberinnen vom VfL Lüneburg gegen den Nachbarverein TuS Brietlingen,  Endstand 2:0.

Dann sind wir dran gegen eine uns unbekannte Mannschaft aus der Nähe Buxtehudes. Dort sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht und spielen Gross und Klein in einer Mannschaft.  Nach 37 Sekunden passt Maya zu Emma, die gibt weiter nach links zu Wiona und es steht 1:0.

Knapp eine Minute darauf zeigt die Harsefelder Torfrau gegen Maya ihre Qualitäten, die offenbar einer Handball-Laufbahn entspringen. An ihren schnellen Reflexen und ausgebreiteten Armen lag das Abschneiden ihres Teams jedenfalls heute nicht. Allerdings klebte sie zu häufig auf der Linie, das unterscheidet die beiden Sportarten dann doch.

Kurz vor Ablauf der zweiten Spielminute fällt dennoch das 2:0 durch Emma, die in der Mitte von Maya bedient wird. Der HSV ist deutlich überlegen und die Deerns spielen ihren Striemel konsequent herunter. Das 3:0 erzielt Wiona im Nachschuss, bevor kurz darauf Maya in der vierten Minute passenderweise das 4:0 markiert.

Vor Anstoss wechselt Hauke die komplette Feldbesetzung, nun stehen Laura, Selina, Lisa und Feli auf dem Platz. Diese Umstellung nutzen die Gegnerinnen zu einer ersten Chance, der Ball geht knapp am Tor vorbei. Einen weiteren Konter nach einem tollen Pass von hinten links auf vorne rechts kann Laura beruhigend ablaufen, bevor auch die aktuelle HSV-Besetzung die Partie wieder dominiert.

Anderthalb Minuten vor Schluss lupft Selina den Ball über eine Gegenspielerin, köpft ihn weiter zu Feli, deren Schuss zuerst noch pariert werden kann, aber zum HSV zurück springt. Lisa ist zur Stelle und kann vor der nun doch einmal herauslaufenden Torhüterin zum 5:0-Endstand einnetzen.


Start gelungen, Pause. Die Mädels können sich besinnen und gleich ihren nächsten Gegner TSG Ahlten in Augenschein nehmen. Auch in diesem Jahr ist das Team aus dem Grossraum Hannover der grosse Favorit auf den Titelgewinn, die Mannsschaft ist bekannt für technisch hervorragenden, schnörkellosen Fussball. Eine wirkliche Grösse, gespickt mit Auswahlspielerinnen des NFV. Man gewinnt klar mit 2:0 gegen den FTV Farmsen, jedoch nehmen wir mit einer gewissen Beruhigung das Fehlen der letztjährigen Top-Spielerin zur Kenntnis.
 Noch ein Hamburger Teilnehmer ist die Germania aus Schnelsen, die erholsamerweise ohne ihren Einpeitscher von der Hallenrunde den VfL Lüneburg mit 2:0 bezwingt.  Ausserdem unterliegen die Brietlingerinnen auch dem TuS Harsefeld mit 0:1, ein für letztere Mannschaft für die Wertung wichtiges Ergebnis.

Hamburger SV
  :  TSG Ahlten  2:1
Dann ist es soweit – es droht “das zweite Spiel“ und ausgerechnet gegen Ahlten.
Spannend, richtig spannend. Es geht hin und her, beide Teams  haben gleichwertige Spielanteile und es wird interessant sein zu sehen, wie sich die Deerns gegen eine solch spielstarke Mannschaft
behaupten werden.  Denn Anfang setzt zum Glück der HSV, nach einigen Minuten bleibt Emma Zweikampfsieger, trifft aus dem Gewusel heraus aber nur den Pfosten. Der Ball springt zurück und erreicht aussen – Anna-Lena ! Heimlich, still und leise hat sie sich nach vorn durchgeschlagen und verwirrt damit nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Ahltener Abwehr, es steht 1:0 für den HSV !
 Haben die Deerns nach Rückstand häufig an einer Denkpause zu knabbern, legt die TSG noch eine Schippe drauf. Das Spiel war schon schnell, aber nun geht es richtig rund. Auf dem rechten Flügel kontert Ahlten die Rothosen aus und aus dem Lauf wird humorlos das lange Eck getroffen, keine Chance für Svea, es steht 1:1.
Ein offener Schlagabtausch,  das Mittelfeld wird von beiden Teams schnell überbrückt. Svea lenkt einen Ahltener Schuss zur Ecke. Auch die kann sie parieren, ehe Lisa ins Spiel kommt. Kaum auf dem Platz kommt sie vor dem Ahltener Tor zum Schuss, der Ball ist drinnen – 2:1 HSV !
Auch Laura wird nun eingewechselt. Ihr weit nach vorn getragener Einwurf kommt zu Emma, aber die Torhüterin ist wachsam.
Ahlten wieder im Gegenzug, aber auch die Chance wird vereitelt und der HSV kontert erneut. Die Zuschauer haben ihre helle Freude an der Partie. Zumindest, solange sie keine HSV-Fans sind, denn Ahlten scheint sich leichte Vorteile zu erarbeiten. Die rot-weissen Mädels sind nun häufiger vorm HSV-Gehäuse. Der nächste Angriff rollt, Svea kann gut verkürzen, aber der Ball ist noch im Spiel. Pfosten ! Abwurf, Balleroberung Ahlten, Pfosten, Torwartabwehr zur Ecke.
Daraus zum Glück wieder ein HSV-Konter, jetzt haben die Deerns den Rest der Partie unter Kontrolle. So bleibt es beim 2:1. Zwar etwas glücklich, aber wie häufig haben wir schon das Gebälk  verbogen, ohne einen Treffer zu verbuchen ?

Das bisher eindeutig beste Spiel in Halle 1 hat die Adrenalinpumpe so richtig in Fahrt gebracht, da ist die kurze Pause von zwei Spielen ganz praktisch: Lüneburg und Farmsen trennen sich torlos und Schnelsen setzt die Siegesserie fort: Wieder ein 2:0 über Harsefeld.


Tus Brietlingen
  : Hamburger SV   0:8
Wie gesagt, Adrenalin wurde genug ausgeschüttet. Während der kurzen Pause konnte davon nicht viel abgebaut werden und die Brietlingerinnen müssen das nun ausbaden.
Eine äusserst einseitige Partie zeigt einen deutlichen Klassenunterschied, von dessen Spielverlauf nur wenige Details berichtenswert sind. Die ersten vier Tore der nun in schwarz spielenden Hamburgerinnen gehen auf Emmas Konto, wobei der vierte Treffer mit einem sehenswerten Hackentrick und mit dem Rücken zum Tor stehend erzielt  wird.
Wiona trifft mit dem 5:0 auch mal das Tor, nicht nur die Gegenspielerinnen, die nach ihren vorangegangenen „Treffern“ im Doppelpack zu Boden sinken. Das hat zur Folge, das eine Feldspielerin ausgewechselt werden muss und sämtliche Gegenspielerinnen sich augenblicklich wegdrehen, sobald sie auch nur einen Schussversuch andeutet. Mensch, Wiona … !
Mit dem 6:0 reiht sich Feli in die Torschützenliste ein, bevor Lisa die Torhüterin tunnelt und das 7:0 erzielt.
Die elfte Spielminute bietet vor allem Sveas ersten Ballkontakt nach einem gegenerischen Angriff, wobei dieser auch nur durch einen Rückpass zustande kommt. Ihr Abwurf leitet den nächsten HSV-Angriff ein, der zur Ecke führt und von Feli zwanzig Sekunden vor Schluss mit dem 8:0 beendet wird.  

TuS Germania Schnelsen
  :  Hamburger SV   0:3
Noch eine kurze Verschnaufpause, während Ahlten die Gastgebrinnen mit 3:0 abfertigt, dann geht’s gegen die uns nur allzu gut bekannten Germaninnen aus Hamburg.
Wie gesagt, der lautstarke „Motivator“ war heute nicht zugegen, aber daran lag es sicher nicht, das Maya noch in der Anfangsminute rechts ganz allein durchmarschieren kann. An der Grundlinie angekommen, muss sie erst einmal auf Emma warten. Der Rückpass zu ihr lockt die Torhüterin aus ihrem Kasten und Emma kann hinter ihr frei einschiessen. 1:0 HSV.
Auch in der vierten Minute stehen beide Protagonisten noch auf dem Platz, diesmal jedoch kann  Emma auf Maya spielen, die erneut vor ihr bereit steht. Allerdings ist dazwischen noch eine hellblaue Abwehrspielerin. Gut gesehen, Körpertäuschung und vorbei. Emma machts allein und der Ball zappelt erneut im Netz, 2:0.
Auch diese Partie haben die Rothosen im Griff. Minute sechs bietet eine Ecke für Maya, die vom Schiri aber abgepfiffen wird. Danke für die Wiederholung, war vorher doch nur eine Ablage zurück ins Mittelfeld möglich. Nun haben sich alle neu sortiert und davon profitiert erneut Emma.
Es steht 3:0 und die Anfangsbesetzung macht nach knapp sechs Minuten Platz für den zweiten Teil des Teams. Wäre heute eine Kritik anzubringen, so könnte das höchstens die geringere Chancenverwertung der ‚zweiten Aufstellung‘ sein, aber das ist weder eine Wertung noch tatsächliche Beschwerde.

Nun ist erst mal Daddeldu angesagt – die jetzt folgende Pause umfasst vier Spiele. Ein so langer Zeitraum kann einem schon mal das Genick brechen, sprich den Rhythmus nehmen. Diese Erfahrung mussten wir auch schon machen. Allerdings haben die Deerns ein sattes Punktepolster und es stehen nur noch zwei  Partien aus.
      Was machen weibliche Wesen angesichts eines üppigen Zeitkontos ? Sie gehen shoppen. Leider findet sich in direkter Umgebung der Kaltenmoor-Hallen kein Schuhladen, da muss der benachbarte
Supermarkt eben reichen …
Der Rest beobachtet derweil das weitere Turniergeschehen.
Jetzt ist auch mal Zeit, in Halle 2 zu luschern.:Dort spielen aus unserem Dunstkreis der Bramfelder SV und der SV Lieth. Aus Niedersachsen dabei sind der MTV Borstel-Sangenstedt, die (oder der ?) TuS Reppenstedt,  Eintracht Lüneburg, Union Bevensen und aus der Haupstadt der BFC Dynamo Berlin. Letzterer fällt mehr durch die schicke Ausrüstung auf als durch sportliche Erfolge. Hier hat eindeutig
Union Bevensen  die Nase vorn und wird uns wohl in der Hauptrunde begegnen…

Bevor es mit den Rothosen in Halle 1 weitergeht, noch schnell die anderen Ergebnisse:
Ahlten bleibt uns dicht auf den Fersen durch ein die Gegner frustierendes 14:0 über TuS Brietlingen, die auch eine weitere Klatsche gegen Farmsen kassieren: 0:4.  Gegen Schnelsen jedoch verliert Farmsen 2:3, sodass die Germaninnen den dritten Platz anvisieren können. Lüneburg und Harsefeld trennen sich 0:1. Dann sind „wir“ wieder dran:

Hamburger SV  :  VfL Lüneburg  2:0
Die Pause hat nicht geschadet – höchstens den Portemonnaies der Eltern. Der HSV übernimmt erwartungsgemäss die Regie und in der dritten Minute fällt das 1:0 durch Emma: Eine direkt  (!) verwandelte Ecke.
Nach Wiederanstoss nehmen die Deerns den Gastgeberinnen gleich wieder den Ball ab, vor dem Tor jedoch zeigen Emma und Wiona ihre gute Kinderstube und treten höflich vom Torschuss zurück: "Nimm Du ihn, ich hab‘ ihn sicher …"    Anderthalb Minuten darauf jedoch kann sich Emma nicht mehr zurückhalten und trifft zum 2:0.
Es passiert nicht mehr viel, Stichwort Chancenverwertung.  Im letzten Spieldrittel noch eine Randnotiz: Selinas satter Schuss von rechts konnte von der Torhüterin zwar abgeklatscht werden, jedoch sah die Aufprallstelle verdächtig nach hinter der Linie aus …   Der Pfiff jedoch bleibt aus und wir sind auch mit einem 2:0 einverstanden.

Ahlten siegt weiter, 3:0 über Schnelsen während Harsefeld knapp mit 0:1 den Farmsenerinnen unterliegt. Und gegen eben jene spielen die Deerns nun ihr letztes Vorrundenspiel.


Farmsener TV
  :  Hamburger SV  0:2
Selina legt einen Schnellstart hin, der erste Schuss verfehlt knapp den Kasten, dann jedoch zaubert sie sich von Mitte rechts quer durch, um von links vorne abzuziehen – keine Chance für die Torhüterin, 1:0 nach 70 Sekunden.
Das Viertelfinale winkt, da ist man nicht mehr mit vollstem Eifer bei der Sache. So lassen die Deerns zwar nix anbrennen in dieser Partie, aber als Zuschauer schwingt immer ein wenig die Besorgnis mit,
durch einen dummen Zufall einen Gegentreffer zu kassieren ohne genügend Zeit zu haben, das auszugleichen. Aber dazu kommt es nicht, auch eine Ecke der FTV-Mädels führt lediglich zum HSV-Konter durch Wiona auf der rechten Seite. Links läuft Henna mit, nach weiter Strecke schon hinter der Abwehr dann der Querpass, fast in den Rücken gespielt. Nur noch die Torfrau dazwischen, aber Henna lässt sich das 2:0 nicht mehr nehmen !
Das alles passiert bereits in der zehnten Spielminute, Farmsen stösst nochmal an, doch der Angriff endet bei Anna-Lena, die knochentrocken dazwischen geht. Keine Ahnung, wie sie das macht, aber es beeindruckt:  Fast teilnahmslos werden selbst deutlich grössere Spielerinnen regelkonform vom Ball getrennt .
Noch einmal ein Gegenstoss des HSV: Fast wie eben, aber jetzt zwischen Henna und Emma. Der Schuss aber ist zu lässig, die Torfrau kann klären und bewahrt somit das Endergebnis.

Gruppenerster, auch wenn Schnelsen 2:0 über Brietlingen siegt und Ahlten
nochmal das Dauerfeuer anfacht: 5:0 gegen Harsefeld.
Ahlten ist damit Zweiter, gefolgt von Schnelsen und dem FTV. Diese Mannschaften ziehen in die nächste Runde, die letzten drei werden mit Pokalen verabschiedet.

Viertelfinale

Hamburger SV   :   TuS Reppenstedt  2:0

Gegen den Vierten der Gruppe B lassen die Mädels nichts anbrennen, auch wenn die Torausbeute wieder nicht der Chancenverteilung entspricht.
Da mit gewohnten Mitteln der Ball nicht ins Netz zu befördern ist, wird die Brechstange ausgepackt, aber auch das hilft erst in der zweiten Spielhälfte:  Emma schiesst sich das 1:0 von der Seele.  Noch so ein druckvoller Angriff führt kaum eine Minute darauf zum Handspiel einer Verteidigerin im Strafraum. Den berechtigten Siebenmeter verwandelt Emma sicher zum 2:0.
Dabei bleibt‘s dann auch, Reppenstedt kann keine Torchance für sich verbuchen und die deutlich überlegenen Deerns scheinen sich mit dem Halbfinale zu beschäftigen.

Ahlten macht’s genauso, siegt 2:0 über den MTV Borstel-Sangenstedt und darf sich auf die Mädels aus Farmsen freuen, die in Halle 2 die Eintracht aus Lüneburg mit 3:0 besiegen konnten.
Der Halbfinalgegner der Deerns wird zwischen Schnelsen und Union Bevensen ermittelt, die sich auch hier als würdiger Gruppensieger präsentieren und die Germania auch mit 3:0 aus dem Rennen werfen.

Halbfinale

Hamburger SV   :   SV Union Bevensen  2:0 n.S.

Ab dem Viertelfinale beträgt die Spieldauer nur noch 10 Minuten, bei Gleichstand folgt direkt ein Siebenmeterschiessen, lediglich das Finalspiel würde zuvor um vier Minuten verlängert.
Um es vorweg zu nehmen: Die stärkste Mannschaft neben den Rothosen ist heute sicherlich die TSG Ahlten, das Team mit dem grössten Kampfgeist und Elan jedoch kommt aus dem Kurort Bad Bevensen. Ein spannendes Spiel vor allem im Mittelfeld, Bevensen lässt den Deerns deutlich weniger Raum als die anderen Gegner. Die meisten HSV-Chancen basieren daher auf Weitschüssen. Das Mittelfeld wird mit dem Ball am Fuss oder mit kürzeren Pässen von keiner Seite überbrückt. „Lang und weit gibt Sicherheit“ – oder auch nicht, das hängt vom Standpunkt ab.
Alle haben jedenfalls richtig gut zu tun und so wundert einen das Ergebnis nach der regulären Spielzeit auch nicht: 0:0.

Siebenmeter !
Wer schiesst ? Die Mannschaften beraten sich. Der Schiri wagt es, den HSV-Kreis zu stören und erhält eine fauchende Absage (von wem verrate ich nicht …).
Es wird auf das von der Tribüne aus gesehen rechte Tor geschossen,  sämtliche Zuschauer versammeln dort. Aufstellung. Der HSV zuerst.

Emma legt sich den Ball zurecht, zielt,schiesst  - gehalten.
Das haut die Schützin aus den Socken, die Anspannung bricht sich Bahn. Während Svea auf den Kasten zugeht, trösten die Deerns ihre Stürmerin.

Union legt den Ball hin, Svea steht auf der Linie, der Ball liegt nicht richtig, Svea wippt, Schuss – gehalten !

Einstand, wieder der HSV.
Anna-Lena ist dran, staubtrockener Blick, Anlauf – Toooor !   Der Sand knirscht zwischen den Zähnen…

Der HSV liegt in Führung. Komm, Svea. Nochmal !
Wieder ein Geduldsspiel, der Ball liegt erneut nicht richtig, dann der Schuss – gehalten ! Wieder gehalten !

Selina geht zum Punkt.
Auch jetzt will der Ball nicht liegenbleiben, die Torhüterin steht angespannt auf der Linie – Schuss und Tooooor  !

Damit ist so gut wie alles klar, aber wird Svea noch ein Tor verhindern ?

Die Last liegt bei der Schützin, immer.  Svea wippt konzentriert  und – hält auch den dritten Schuss !!!

Der HSV ist im Finale, 2:0-Sieg dank plazierter Schüsse und einer gut aufgelegten Torhüterin.
Die Deerns jubeln, Emma hat sich wieder gefasst und hüpft Svea in die Arme.  Beide verschwinden in einer Spielertraube. Alles ist gut !

Puh, war das spannend !

Jetzt kann kommen, wer will. 
Und das ist – es war abzusehen: die TSG Ahlten. 5:0 über Farmsen.
Die haben bestimmt noch eine Rechnung offen. In der Vorrunde wurde deutlich, dass mit etwas mehr Glück im Abschluss die Partie durchaus hätte anders verlaufen können…

Aber genau darauf schwört Hauke die Deerns jetzt ein. Braucht er eigentlich gar nicht, denn anstatt müde zu sein merkt man ihnen an, unbedingt die Chance ergreifen zu wollen, den Heideteller endlich einmal auch zu gewinnen. Wann, wenn nicht heute ?

Finale
Hamburger  SV  :   TSG Ahlten   4:1

Ahlten voran, die Angriffe werden geblockt, Konter HSV. Emma legt schön rüber auf Maya, Schuss von rechts aussen – 1:0 HSV !
Emma wird hier noch einmal zur Schlüsselspielerin, wird von Ihren Kameradinnen immer wieder in Szene gesetzt oder sucht sich die Räume selbst. Und die sind grösser als in der ersten Begegnung heute, was zum Einen an der verletzungsbedingten Auswechslung einer wichtigen TSG-Spielerin liegt, als aber auch am konsequenteren und druckvolleren HSV-Spiel. Sind die Deerns vorhin häufig nur mitgelaufen und konnten manchmal nicht schnell genug die Rückwärtsbewegung einleiten, klappt das jetzt bedeutend besser.
Lisas Angriff auf der linken Seite kann abgewehrt werden, aber der Ball landet bei Emma, die aus der Drehung heraus das 2:0 nachlegt. Das gibt Sicherheit.
Denkste.
Ein Ahltener Konter bringt eine Ecke, die wird weit hinter die Abwehr zurück gespielt, um von dort neu aufzubauen. Das gelingt, es steht nur noch 1:2.  Dejà-vu, beide Gegentore fallen durch denselben Gegner.
Im Gegensatz zur Hauptrunde stecken de Deerns aber nicht auf. Obwohl Ahlten in der HSV-Hälfte einen Freistoss zugesprochen bekommt, bleiben sie dran. Richtungswechsel, Emma setzt nach und erhöht auf 3:1.
Das Psychologie-Moment ist auf unserer Seite, Ahlten kann nichts mehr drauflegen und kassiert mit dem Schlusspfiff sogar noch das 4:1 durch … (???).

GEWONNEN !  
Der Heideteller fährt wieder zurück nach Hamburg (von wo der FTV ihn mitbrachte).
Die Mädels erhalten neben dem Wanderteller noch einen monströsen Pokal und wie alle Teilnehmerinnen Medaillen.
Ein grosses Lob an die Veranstalter, Jürgen Edel und Co. haben wieder für einen anstrengenden, aber schönen Fussballtag gesorgt. Wir waren gern hier in Lüneburg – und mal sehen: Den  Teller müssen wir ja nächstes Jahr wieder zurück bringen …

Vor allem aber –da sind sich alle HSV-Fans und auch andere Beobachter einig- haben wir schönen Deerns-Fussball gesehen. Neben dem sportlichen Erfolg ein überraschend „aufgeladenes“ Team mit erkennbarer Motivation, nach der Hallenmeisterschaft hier nicht ohne Trophäe ‘rauszugehen.
Mädels, Ihr habt super gekämpft und wieder einmal mit der tollen Stimmung untereinander beeindruckt. Danke für acht begeisternde Stunden !


Der Adrenalinschub wird noch etwas anhalten, zumindest beim Chronisten.
Zum Glück war auch die Radarfalle stadtauswärts heute ausser Betrieb …

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